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  Die Glaubensbezeugung (Schahâdah)
 

Es ist für jeden Pflicht, der beabsichtigt, den Islam anzunehmen, zu glauben und zu sagen: „Ich bezeuge, dass es nicht Anbetungswürdiges außer Allah gibt und dass Muhammad Sein Gesandter ist.“ Mit dieser einfachen, doch wichtigen und inhaltsstarken Erklärung wird eine Person als Muslim angesehen. Es gibt keine Initiationsriten (in die Religion einführende Zeremonien) im Islam.

 

Die in dieser Glaubensbezeugung enthaltenen Prinzipien können durch die Analyse der drei Teile dieses Zeugnisses erklärt werden. Der erste Teil „nichts Anbetungswürdiges…“ ist eine Verneinung des Polytheismus[1]. Es ist eine Verneinung der Existenz irgendeiner anderen wahren Gottheit außer Gott selbst oder irgendeines Wesens, das an irgendeiner der Eigenschaften Gottes teilhat. Der zweite Teil „…außer Allah“ ist eine Bestätigung des Monotheismus. Allah ist der einzige Würdige, verehrt zu werden.

 

„Muhammad ist der Gesandte Allahs.“ Ist der dritte Teil der Glaubenserklärung. Es ist eine Bestätigung des Prophetentums Muhammads (r) als dem letzten Propheten und Gesandten Gottes.[2] Dies verlangt die bedingungslose Akzeptanz des Qur’an und der sicheren Aussagen und Überlieferungen Muhammads (r).

 

Dadurch, dass man das Glaubensbekenntnis glaubt und sagt, weist man alle falschen Objekte zurück, die verehrt werden und man nicht davon ablässt, dass Gott der einzige ist, der es würdig ist, angebetet zu werden. Niemand gleicht Gott und Er hat keinen Teilhaber. Gott verspricht, dass wenn jemand einmal aufrichtig und überzeugt sagt: „Ich bezeuge, dass es nichts Anbetungswürdiges außer Allah gibt und dass Muhammad Sein Gesandter ist.“, alle seine früheren Sünden vergeben werden. Die vorher begangenen guten Taten können von Gott, dem Allvergebenden, belohnt werden.

 

 



[1] Diese Verneinung bedeutet, dass nichts anbetungs- und verehrungswürdig ist, außer Allah, dass nichts göttlich ist außer Allah, dass niemand einen Anteil an den Eigenschaften Gottes hat und dass niemand der Schöpfer und Versorger der Schöpfung sein kann außer Gott, dem niemand gleich ist und der keinen Teilhaber hat.

[2] Manch einer mag nun fragen: „Wenn der Islam lehrt, dass alle Propheten und Gesandten gleich sind, warum bestätigt dann das Glaubensbekenntnis nur das Prophetentum Muhammads ohne dass die anderen Propheten erwähnt werden?“ Man muss verstehen, dass jeder, der das Prophetentum Muhammads (r) bestätigt, auch alle anderen Propheten und Gesandten Gottes akzeptiert, die vor ihm kamen. Wenn jemand zum Beispiel bezeugen müsste, dass „Es nichts Anbetungswürdiges außer Gott gibt und dass Moses der Gesandte Gottes ist“, so folgt daraus nicht, dass diese Person die Propheten und Gesandten nach Moses (u) akzeptiert, wie etwa Jesus (u) oder Muhammad (r).

 
   
 
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