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  Der Freie Wille des Menschen
 

Ein wichtiger Aspekt des Islam ist, dass jeder Mensch den freien Willen hat, zwischen richtig und falsch zu entscheiden. Gott, der alles Gebende, hat der Menschheit durch dieses große Geschenk eine besondere Ehre zuteil werden lassen. Doch ist dies an eine große Verantwortung gekoppelt. Am Tag der Auferstehung werden wir dafür, dass wir dieses Geschenk benutzen durften, zur Rechenschaft gezogen.

 

Der freie Wille des Menschen widerspricht in keiner Weise der Tatsache, dass Gott, der Allweise, alles weiß, was jemals in der Schöpfung geschehen wird. Manch einer mag nun fragen: „Wenn Gott weiß, dass ich morgen eine Sünde begehen werde, dann ist es doch unvermeidbar, dass ich so handle, denn Gottes Wille ist unfehlbar und was Gott will, wird geschehen.“ Gottes Wissen um die Entscheidung einer Person bedeutet nicht, dass er oder sie gezwungen ist, diese Entscheidung zu treffen.

 

Der freie Wille des Menschen widerspricht in keinster Weise Gottes absoluter Macht über alles in Seiner Schöpfung. Dies steht weder im Widerspruch zu der Tatsache, dass nichts in der Schöpfung ohne Gottes Willen zustande kommt. Manch einer mag nun sagen: „Dann habe ich ja gar keinen freien Willen. Mein freier Wille ist lediglich eine Einbildung.“ Im Gegenteil, Gott hat in jedem von uns die Fähigkeit erschaffen, Absichten zu formulieren. Gott will, dass wir in der Lage sind, unsere eigenen Entscheidungen zu treffen. Wenn eine Person eine Entscheidung trifft, schafft Gott mit seinem göttlichen Willen die Taten und Umstände, die der Absicht der Person erlauben, in die Tat umgesetzt zu werden. Es ist Gottes Wille, dass die Menschen einen freien Willen haben. Gott ist nicht immer mit den Entscheidungen der Menschen zufrieden, doch Er will, dass sie dazu in der Lage sind, diese Entscheidungen aus freier Wahl zu treffen. Ein Beispiel hierfür ist der Wille einer Person, eine gute Tat zu verrichten. Die gute Tat mag vielleicht nie geschehen, doch Gott könnte die Person für ihre Entscheidung, eine gute Tat zu verrichten, belohnen. Wenn die gute Tat geschieht, hat Gottes Wille erlaubt, dass sie zu Stande kam und Gott wird beides belohnen, die Tat und die Absicht. Mit anderen Worten: Gott, der Gerechte, kann dich für gute Taten belohnen, die du zwar beabsichtigt, aber nie verrichtet hast. Wie dem auch sei, Er bestraft die Menschen nicht für schlechte Absichten, die nicht in die Tat umgesetzt wurden.


Es gibt keinen Zwang in der Religion

 

Aus der Betonung des freien Willens folgt, dass der Islam nur aus freier Wahl angenommen werden kann. Der Sinn des menschlichen Lebens besteht darin, Gott freiwillig zu dienen und zu verehren. Deshalb haben Glaubensangelegenheiten nur dann einen Wert, wenn sie auf der Basis der Entscheidungsfreiheit angenommen wurden. Wenn eine Person gezwungen wurde, eine Religion anzunehmen, so hat er sie nicht angenommen und ist damit auch wertlos. Gott, der Edle, sagt:

„Es gibt keinen Zwang im Glauben. Die Wahrheit ist nun klar vom Irrtum zu unterscheiden: wer das ablehnt, was neben Gott verehrt wird und an Gott glaubt, der hat sich an das festeste Seil geklammert, das niemals reißen wird. Und Gott ist Allhörend und Allwissend.“ [Sura 2:256]

 

 

 
   
 
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