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  Die organisatorische Struktur des Islam
 

Der Islam betont die individuelle Beziehung zu Gott sehr. Der Rahmen dieser Beziehung folgt den Richtlinien, die im Qur’an und der Sunna festgelegt sind. Diese Beziehung bestimmt aber auch die Beziehung des Muslims mit jedem anderen, was Gerechtigkeit, Organisation und soziale Harmonie mit sich bringt.

 

Allah sagt im Qur’an:

 

„Wahrlich, der ehrenwerteste unter euch bei Gott ist der frömmste unter euch.“ [Sura 49:13]

 

Der Weise, Fromme, im Islam Gelehrte und der aufrichtig Praktizierende sind die natürlichen Anführer des Islam.

 

Der Islam bestimmt nicht, wer ein Gelehrter werden kann. Jeder, der genug Intelligenz besitzt, studiert und entschlossen ist, kann danach streben, ein Gelehrter zu werden, doch nicht jeder wird die Zeit und die Möglichkeiten dazu haben. Alle Menschen sollen danach streben soviel wie möglich zu lernen, wobei man erkennen muss, dass Gott der Eine ist, der Verleiher von Wissen und Verstand.

 

Die Gelehrten spielen in der muslimischen Gesellschaft eine wichtige Rolle. Er oder sie widmet dem Islamstudium Jahre. Gelehrte können keine Sünden vergeben, Leute segnen oder das Gesetz Gottes verändern. Sie geben die Informationen, die sie sich angeeignet haben, weiter, wobei sie sich auf Qur’an und Sunna berufen. Durch ihr ehrenhaftes Benehmen motivieren sie andere dazu, sich zu verbessern.

 

Manche haben das Wort „Kleriker“ benutzt, um einen muslimischen Gelehrten zu beschreiben. Das ist eine Fehlbenennung. Es gibt keinen formellen Klerus, keinen geweihten Stand und keine Hierarchie. Die Beziehung zwischen dem Einzelnen und Gott ist direkt. Niemand außer Gott kann bestimmen, was erlaubt oder eine Sünde ist. Kein Geschöpf kann ein anderes segnen. Jedes Individuum wird direkt vor seinem Herrn und Schöpfer zur Rechenschaft gezogen.

 

Wer eine Moschee besucht hat, wird vielleicht eine Person gesehen haben, die das Gemeinschaftsgebet leitet. Wenn Muslime zusammen beten, müssen sie einen auswählen, der vorne steht und die anderen im Gebet leitet, so dass alle in Einigkeit und Harmonie beten können. Am besten ist es, denjenigen auszuwählen, der das meiste Wissen im Bezug auf Qur’an und Sunna hat. Diese Person wird Imam genannt, was wörtlich „Vorsteher“ oder „Anführer“ bedeutet.

Freitagmittags gibt es ein besonderes Gemeinschafts­gebet. Alle muslimischen Männer sind verpflichtet, daran teilzunehmen. Für Frauen ist dies empfohlen. Diesem wöchentlichen Gebet geht eine kurze Predigt voraus. Derjenige, der diese Predigt hält, sollte der beste erreichbare Mann sein, der ein tiefes Verständnis der islamischen Lehren besitzt.

 

 
   
 
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