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  Der Qur’an
 

Der Qur’an ist die letzte fehlerfreie direkte und vollständige Aufzeichnung der exakten Worte Gottes, welche der Engel Gabriel[1] herabbrachte und sie ins Herz Seines letzten Gesandten Muhammad (r) legte. Viele Gefährten Muhammads (r) lernten den Qur’an auswendig, so kam er zu uns über sehr zahlreiche mündliche (primär) sowie auch schriftliche Überlieferungen (sekundär) über die Jahrhunderte hinweg zu uns.

 

Die Bücher, die vor dem Qur’an durch Gottes Gesandte und Propheten (r) gebracht wurden, kamen auch von Gott. Durch die Offenbarung des Qur’an wurde Gottes Botschaft bewahrt und klar und deutlich für die Nachwelt hinterlassen. Der Qur’an ist in vielerlei Hinsicht einzigartig. Gott, der Beschützer, hat den Qur’an perfekt bewahrt und dafür garantiert, dass er bis zum Ende der Zeit von Verfälschung verschont wird. Der Qur’an wird als der authentischste religiöse Text aller Religionen auf der Welt[2] angesehen, und dies nicht nur bei Muslimen, sondern auch bei Religionshistorikern. Keines der anderen offenbarten Bücher ist in seiner Originalform und Sprache bis zu uns gelangt. Einige davon, wie etwa die Schriftrollen Abrahams (u) sind überhaupt nicht zu uns gelangt. Mit der Zeit wurden Teile anderer Schriften neu verfasst und andere Teile ersetzt, wodurch deren ursprüngliche Botschaft verzerrt wurde.

 

Gott hat nicht erlaubt, dass auch der Qur’an diesen Fälschungen ausgesetzt wird, weil er Sein letztes Buch an die gesamte Menschheit bis zum Tage der Auferstehung ist. Kein neuer Prophet oder Gesandter wird mehr entsandt. Wenn Gott den Qur’an nicht beschützt hätte, dann wäre er niemals in seiner ursprünglichen Form zu uns gelangt. Deshalb hat Gott die Bewahrung des Qur’ans nicht den Menschen anvertraut.[3]

 

Göttliche Bewahrung war für die früheren Schriften nicht so wichtig, weil Gott damit fortfuhr, immer weitere Propheten und Gesandte zu den Menschen zu schicken. Das in diesen älteren Schriften verkörperte Gesetz war noch nicht in seiner endgültigen vollständigen Form. Jesus (u) kam durch Gottes Anordnung mit Gesetzesänderungen, wie etwa, dass einige Dinge erlaubt wurden, die vorher verboten waren, das Grundprinzip des Monotheismus wurde dabei jedoch nicht angetastet.

 

Eine andere einzigartige Besonderheit des Qur’an ist, dass er in sich selbst ein immer wieder Erstaunen hervorrufendes Wunder ist. Ein Wunder ist ein Phänomen, das sich gegen die natürliche Ordnung der Dinge richtet und klar und deutlich den direkten Eingriff Gottes, des Allmächtigen, veranschaulicht.

Alle Propheten und Gesandten kamen mit Wundern von Gott, welche klar den Wahrheitsgehalt ihrer Behauptung, Propheten zu sein, unter Beweis stellten. Abraham (u) überlebte es ohne einen Schaden davon getragen zu haben, als er in ein loderndes Feuer geworfen wurde. Moses (u) erhob seinen Stab, worauf sich vor ihm durch Gottes Barmherzigkeit das Meer teilte. Jesus (u), der Sohn Marias, berührte Tote und chronisch Kranke und brachte sie durch Gottes Erlaubnis zu Leben und voller Gesundheit zurück. All diese Wunder offenbarten den Anspruch und die Gültigkeit der Propheten und Gesandten, doch diese Wunder konnten nur von den zu jener Zeit lebenden Menschen bezeugt werden.

 

Auch wenn das Prophetentum Muhammads (r) durch zahlreiche wundersame Vorfälle bezeugt wurde, so ist doch das bei weitem wichtigste der Qur’an. Gott fordert all diejenigen, welche die Echtheit des Qur’ans anzweifeln, dazu auf, nur ein einziges Kapitel hervorzubringen, das einem Kapitel des Qur’ans gleicht. (Hier sollte man darauf hinweisen, dass das kleinste Kapitel des Qur’ans lediglich aus drei kurzen Versen besteht.) Dies wurde nie erreicht, obwohl viele Leute zu allen Zeiten vorhanden waren, die sich sehr gewünscht haben, den Qur’an abzuwerten und den Islam zu beseitigen.

Gottes Herausforderung steht bis zum Tage der Auferstehung. Eines der Wunder des Qur’an ist, dass er der Gipfel literarischer Exzellenz ist. Er ist das sprachlich gesehen beste arabische Werk überhaupt. Er weist einen Stil auf, den kein anderes Werk in arabischer Sprache aufweist, ein Stil, der nicht nachzuahmen ist. Der Qur’an ist für alle Menschen und für uns in seiner lebenden Originalsprache, dem Arabischen, zugänglich. Diese Sprache wird immer noch von Millionen von Menschen überall auf der Welt verwendet. Die Originaltexte vieler anderer Religionen sind mit der Zeit verloren gegangen und wurden ursprünglich in Sprachen geschrieben, die heute nicht mehr gesprochen werden.

 

Kein einziges Wort im Qur’an stammt von Muhammad (r), es sind allesamt Worte Gottes. Muhammad (r) konnte schließlich weder lesen noch schreiben. Er rezitierte den Qur’an genau so, wie er ihm vom Engel Gabriel (u) offenbart wurde. Seine Gefährten schrieben auf seinen Befehl hin nieder und lernten ihn auswendig. Der Qur’an ist das direkte Wort Gottes. So ist also der Qur’an das einzige Buch, das wir heute besitzen, von dem bekannt ist, dass dessen alleiniger Verfassen Gott ist. Es gibt keine anderen Versionen des Qur’an. Obowhl es viele Übersetzungen der Bedeutung des Qur’an gibt, sind diese bei weitem nicht so bedeutend und schön wie der ursprüngliche arabische Text des Qur’an. Hier ist ein Beispiel aus dem Qur’an, die deutsche Übersetzung der Bedeutung des Kapitel 112:

 

„Im Namen Gottes, des Allerbarmers, des Barmherzigen“

 

„Sprich: Er Allah ist Einer; der Unabhängige, von dem alles abhängt; er zeugt nicht und wurde nicht gezeugt; und es gibt nichts, was Ihm gleich käme.“



[1] Im Islam wird gelehrt, dass „der heilige Geist“ der Engel Gabriel ist, der niemals verehrt werden darf (Der Glaube an die Dreieinigkeit widerspricht ganz deutlich dem festen Prinzip des islamischen Glaubens: dem Monotheismus.)

[2] Siehe Joseph van Ess, „Muhammad und der Qur’an: Prophezeiung und Offenbarung“ in Das Christentum und die Weltreligionen: Wege zum Dialog mit dem Islam, Hinduismus und dem Buddhismus, herausgegeben= von Hans Kung (Garden City, New York: Doubleday & Co., 1986); und Michael Sells, Annäherung an den Qur’an: die frühen Offenbarungen (Ashland, OR: White Cloud Press, 1999).

[3] Der Qur’an besteht aus 114 Kapiteln und ist ein einzelnes Buch, nicht etwa wie die vielen im Umlauf befindlichen Versionen der Bibel. Die Protestanten zählen zu ihrer Bibel 66 Bücher und die Katholiken 72 Kapitel. Es gibt in anderen Versionen sogar noch mehr Bücher.

 
   
 
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