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  Der Glaube an seine Propheten und Gesandten
 

Die Propheten und Gesandten waren Personen, die von Gott Offenbarung erhielten und diese den Menschen weitergaben. Sie wurden zur Menschheit gesandt um die Menschen zum Monotheismus zurückzuführen, um als lebendes und praktisches Beispiel zu dienen, wie man Gott verehren soll und um die Menschen auf den Weg der Rettung zu führen. Keiner der Propheten und Gesandten hat irgendeinen Anteil an Gottes Göttlichkeit. Sie waren lediglich Menschen. Einem Muslim ist es verboten, sie anzubeten oder als Mittler zwischen Gott und sich zu benutzen. Ein Muslim darf sie niemals anrufen, Bittgebete an sie richten und weder durch sie noch von ihnen Gottes Barmherzigkeit oder Vergebung erbitten. Deshalb ist der Begriff „Mohammedaner“ ein Fehler und sollte niemals mit Muslimen in Verbindung gebracht werden. Jeder Prophet und Gesandter hat gelehrt, dass all diese Handlungen Polytheismus sind und dass sich jeder, der sich daran beteiligt, außerhalb des Islam befindet.

 

Alle Zeiten hindurch sandte Gott, der das Gute Gewährende, die Propheten überall auf der Welt zu den Menschen. Ein Muslim muss an alle Propheten und Gesandten glauben, die von Gott entsandt wurden. Gott erwähnte einige von ihnen im Qur’an. Unter den namentlich erwähnten sind Adam, Noah, Abraham, Moses, Jesus und Muhammad (u).[1]

 

Alle Propheten und Gesandten Gottes brachten die Lehren des Islam. Alle monotheistischen Menschen, die sich durch die ganze Geschichte hindurch dem Willen Gottes hingaben und Gottes Offenbarung zu den Propheten und Gesandten ihrer Zeit folgten, werden als Muslime angesehen. Die Bezeichnung des abrahamitischen Erbes bezieht sich darauf, dass jemand den monotheistischen Glauben Abrahams annimmt und sich Gott unterwirft und nicht nur in Bezug auf die Abstammung. Als Moses (u) kam und sein Prophetentum verkündete, waren alle, die ihm wirklich in Bezug auf den Monotheismus folgten, Muslime. Genauso war es für jeden Pflicht, ohne Bedingung Jesus zu akzeptieren, als er sein Prophetentum mit klaren Zeichen und Wundern verkündete, wenn er als Muslim gelten wollte. Alle, die Jesus ablehnten, glaubten nicht mehr an den Islam, weil sie ihn verweigerten[2]. Wer sich weigert oder es verabscheut, einen der Gesandten Gottes anzuerkennen, der gilt nicht mehr als Muslim. Muslime sind dazu angehalten, alle Propheten und Gesandten Gottes zu lieben und zu respektieren, welche die Menschheit dazu aufriefen, allein den Schöpfer anzubeten, ohne Ihm irgendeinen Teilhaber zuzuschreiben. Alle Propheten und Gesandten unterwarfen sich vollständig Gott und genau dies ist der Islam.

 

Die Propheten von Adam (u) bis Muhammad (r) waren Glaubensbrüder. Sie riefen alle die Menschen zur selben Wahrheit auf. Die verschiedenen Gesandten brachten zwar verschiedene Gesetze, die Gott schickte, um die Menschen zu leiten und zu regieren, doch die Grundlage ihrer Lehren war stets dieselbe. Sie riefen die Menschen alle von der Dienerschaft der Geschöpfe zur Dienerschaft des Schöpfers und Allerhöchsten.

 

Laut Islam hat Muhammad (r) die Bestimmung, Gottes letzter Gesandter und Prophet zu sein[3]. Der Grund hierfür liegt erstens darin, dass Gott Seine Offenbarung an die Menschheit vollendet hat und sie auf perfekte Weise für immer im Qur’an bewahrt hat und zweitens, dass Sein letzter Prophet und Gesandter (r) während seines dreiundzwanzig Jahre währenden Prophetentums ein vorbildhaftes Leben führte, in dem er klare Richtlinien für alle nachfolgenden Generationen aufstellte. Gott sagt im Qur’an, dass kein Prophet noch Gesandter nach ihm kommen wird. Deshalb ist Muhammad (r) als der letzte der Propheten bekannt. Damit ist gemeint, dass das göttliche Gesetz, welches offenbart und in den Lehren des Propheten Muhammad (r) verkörpert wurde, für die gesamte Menschheit bis zum Tage der Auferstehung (dem Jüngsten Gericht) gilt. Um ein Gläubiger zu sein, ist es unabdingbar an Muhammad (r) zu glauben sowie an die Gesetze, die ihm offenbart wurden. Ebenso auch an alle anderen Propheten und Gesandten Gottes, die vor ihm kamen. Muhammad sowie auch die Propheten und Gesandten vor ihm (r) hatten auch die Pflicht, an den Allmächtigen Gott zu glauben, Ihm zu gehorchen und sich Ihm zu unterwerfen. Obwohl Muslime an alle Propheten und Gesandten Gottes glauben, folgen sie den Lehren und Beispielen des letzten Gesandten Muhammad (r) und wetteifern darin, diesen entsprechend zu handeln. Der Glorreiche sagt über Muhammad (r):

„Und Wir haben dich nur als Barmherzigkeit für die Geschöpfe entsandt.“ [Sura: 21:107]



[1] Die Propheten, die im Qur’an erwähnt werden sind folgende: Abraham, Enoch (Idris), Noah, Hud, Salih, Abraham, Lot, Ismael, Isaak, Jakob, Yusuf, Schu’aib, Hiob, Moses, Aaron, Hesekiel, David, Salomon, Elias, Alyasa’, Jonas, Zacharias, Johannes „der Täufer“, Jesus und Muhammad (Mögen Allahs Friede auf ihnen allen sein).

[2] Gott offenbarte Muhammad (r), „Er gab euch dasselbe an Religion vor, was er auch schon Noah vorgab, dem Wir offenbarten, und auch das, was Wir Abraham, Moses und Jesus offenbarten: Nämlich, dass ihr aufrichtig in der Religion seid und euch darin nicht uneins seid. Den Polytheisten erscheint das, wozu du sie aufrufst schwer. Gott erwählt sich diejenigen, die Er will und führt zu Sich, wer sich (Ihm) zuwendet.“ [Sura 42: 13]

[3] Einige Muslime berufen sich auf die folgenden Bibelverse als Prophezeiung für den Propheten Muhammad (r): [Deut. 18:15, 18:18; Joh. 1:19 – 21, 14:16, 14:17, 15:26, 16:7 – 8, 16:12 – 13]

 
   
 
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